Die Legende des Heiligen Grals

Monty Python schickt die Ritter der Kokosnuss auf eine Art Schatzsuche nach dem Heiligen Gral, der eng mit der Sage um König Artus verknüpft ist. Die Herkunft des Wortes Gral ist unklar, es handelt sich aller Wahrscheinlichkeit nach um eine Schüssel oder eine Art Trinkgefäß.

In den unterschiedlichen Überlieferungen der Legende wird der Gral meist als ein wundertätiger Kelch beschrieben. Wer ihn findet, kann auf ewige Jugend und Glückseligkeit hoffen. Aufbewahrt und bewacht wird er in einer unzugänglichen Burg. Die Suche nach dem heiligen Gefäß wird dadurch motiviert, dass das Reich unter einem großen Mangel leidet, das Land ist unfruchtbar, der König ist schwer erkrankt und wartet auf einen Helden, der ihn erlösen kann.

Der Held, der diese Aufgabe übernehmen soll, ist abseits der Welt aufgewachsen, er verlässt sein Zuhause mit dem Ziel, ein berühmter Ritter zu werden. Parzival, das ist einer der Namen dieses Helden, gelangt an den Hof des König Artus und wird dort zum Ritter geschlagen.

Die verschiedenen Gralslegenden erzählen die Geschichte ab hier in unterschiedlichen Varianten. Entweder ist Parzival der einzige Ritter, der sich auf die Suche nach dem Gral begibt, oder die gesamte Tafelrunde des König Artus ist mit dieser Aufgabe befasst, nachdem der Heilige Gral ihnen als Vision erschienen ist. Auf der Suche gilt es verschiedene Aufgaben zu bewältigen, es gibt Rätsel zu lösen, Unrecht zu rächen, eine Burg zu erobern oder eine Charaktereigenschaft zu verbessern. Unterstützung beim Lösen dieser Aufgaben gibt es meist durch den Zauberer Merlin.

Das Lösen dieser Aufgaben ist erforderlich, damit der Held den Heiligen Gral auch wirklich finden kann. Wer mit einem charakterlichen Makel behaftet ist, kann niemals erfolgreich sein. Daher muss der Ritter auf der Suche alle Makel ablegen, Mut, Unschuld und Erfahrung perfektionieren. In den Legenden kann Parzival, alleine oder gemeinsam mit den anderen Rittern, schlussendlich den Gral finden, der Gralskönig wird geheilt und das unfruchtbare Land gelangt zu neuer Blüte unter Parzival als neuem König.

Die Legende vereint christliche und keltische Elemente miteinander, nach christlicher Überlieferung soll der Gral der Kelch sein, den Jesus beim letzten Abendmahl in der Gemeinschaft mit seinen Jüngern benutzt hat. Josef von Arimathäa habe mit diesem Kelch das Blut des ans Kreuz genagelten Messias aufgefangen. Damit kommt diesem Gefäß eine besondere Bedeutung in der christlichen Mythologie zu. Auf keltischen Ursprung lassen sich die weiteren Bestandteile der Legende zurückführen, König Artus und die Ritter der Tafelrunde, die Geschichte des Zauberers Merlin, Erzählungen von der Insel Avalon und die Geschichten um Lancelot.

Die Suche nach dem Gral hat nicht nur Einzug in die mittelalterliche Dichtung gehalten, sondern ist auch in Werken der modernen Literatur vertreten. „Die Nebel von Avalon“ der Autorin Marion Zimmer Bradley, „Sakrileg“ von Dan Brown und Umberto Ecos „Das Foucaultsche Pendel“ sind nur einige Vertreter dieser Kategorie. Einige davon wurden erfolgreich verfilmt. Die Gralssuche liegt auch dem Film „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“ zugrunde.

Da verwundert es kaum, dass auch einige Computerspiele dieses Thema aufgegriffen haben, so auch das Online Casino Spiel „Monty Python and the Holy Grail“, das in deutschen Casinos unter dem Namen Spamelot bekannt ist.